• Friday Beyeler. I Hear a New World – 14 Miaows of the Future, Fondation Beyeler, Riehen/Basel, 2022, Foto: Niels Franke

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  • Friday Beyeler. I Hear a New World – 14 Miaows of the Future, Fondation Beyeler, Riehen/Basel, 2022, Foto: Niels Franke

  • Friday Beyeler. I Hear a New World – 14 Miaows of the Future, Fondation Beyeler, Riehen/Basel, 2022, Foto: Niels Franke


Fondation Beyeler

Friday Beyeler
I Hear a New World – 14 Miaows of the Future
25 Jahre Fondation Beyeler

Phoenix Atala, Paloma Bosquê, Raffaela Boss, Noa und Lara Castro, Wren Cellier, Hana El-Sagini, Onome Ekeh, Gerome Gadient, Alma Herrmann, Charlotte Horn, Esther Hunziker, Astrit Ismaili, Ana Jikia, Sophie Jung, Tobias Koch, Elise Lammer, Quinn Latimer, Floris Maniscalco, Claire Masset, Elena Matamoro, Laurie Mlodzik, Anina Müller, Ingo Niermann, Jacob Ott, Joan Pallé, Pauline Coquart, Filipa Ramos, Nadiia Rohozhyna, Nelson Schaub, Alessandro Schiattarella & Manuel Justo, Fabio Sonego, Lena Maria Thüring, Hannah Weinberger und andere  

Performances, Filme, Talks, Musik, Poesie und Tanz
Kuratiert von Chus Martínez

Jeden Freitag 18:00 – 22:00
16. September – 16. Dezember 2022
Fondation Beyeler, Riehen / Basel
fondationbeyeler.ch/friday-beyeler


Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens bleibt die Fondation Beyeler vom 16. September bis 16. Dezember 2022 jeden Freitagabend bis 22:00 geöffnet. In Zusammenarbeit mit dem Institut Kunst Gender Natur HGK FHNW lädt das Museum an 14 Abenden zu Friday Beyeler ein. Unter dem Titel I Hear a New World – 14 Miaows of the Future verwandeln Studierende und Künstler*innen, die am Institut lehren, das Museumsfoyer in eine kreative Plattform für zeitgenössische Kunst mit Live-Performances, Filmen, Talks sowie Musik, Poesie und Tanz.

Die Künstler*innen realisieren gemeinsam mit Chus Martínez, Leiterin des Instituts Kunst Gender Natur, ein eigens für die Fondation Beyeler konzipiertes Programm, wobei jede der 14 Abendveranstaltungen als ein kleines Performance-Festival verstanden werden kann. Inspiriert durch das ehemalige Katzenmuseum, das sich bis 1994 auf dem Gelände der Fondation Beyeler befand, verbindet I Hear a New World – 14 Miaows of the Future Kunst, Geschichte, Poesie, Musik, Performance und Tanz. Das Programm des Institut Kunst Gender Natur befasst sich mit der Liebe zur Kunst und damit, wie Kunst viele unterschiedliche Welten vereinen kann. Sie bietet Erfahrungsräume, die offener und weiter sind als jene, die der Alltag bereithält. Von Covid über die andauernden Kriege bis hin zur Klimakrise – unser Leben wird zunehmend geprägt von Erzählungen und Bildern der Aussichtslosigkeit, von eingeschränkten Wegen, kleiner werdenden Welten und Verknappungen.


Programm

16. September 2022 The Night of Perfect Friends
23. September 2022 On What It Really Means to Love
30. September 2022 Surrenderings and Communions 
7. Oktober 2022 Cats and Totalitarianism 
14. Oktober 2022 Announcing the Age of Receivership
21. Oktober 2022 Uncommon Wisdoms
28. Oktober 2022 Chaos Magic and the Cosmic Heart
4. November 2022 Brightening Our Own Lighting Spot
11. November 2022 The Poetry Hour
18. November 2022 Rivers Jumping over Mountains
25. November 2022 The Night of Mixed Feelings
2. Dezember 2022 Wars Must Come to an End
9. Dezember 2022 Releasing All Your Powers
16. Dezember 2022 Every End Brings New Beginnings



16. September: The night of perfect friends

Mit Sophie Jung, Chus Martínez, Anina Müller, Ingo Niermann, Jacob Ott, Filippa Ramos, Nadiia Rohozhyna 

Was gibt es Wichtigeres als Freunde, Familie und die Freude an der Begegnung mit anderen Menschen? Wir beginnen das Jubiläum, indem wir dieses Gefühl feiern und die Aufmerksamkeit darauf lenken, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein. Ein Programm voller Gedichte, Musik und Tanz für und mit Freund*innen. 

23. September: On What It Really Means to Love

Mit Phoenix Atala, Wren Cellier, Sophie Jung, Quinn Latimer, Anina Müller, Ingo Niermann, Jacob Ott, Pauline Coquart, Nadiia Rohozhyna, Alessandro Schiattarella & Manuel Justo

Eine Nacht, die der Liebe zur Kunst gewidmet ist. Ein Nachdenken darüber, warum wir die Kunst und die Kunstschaffenden lieben und warum die Orte, an denen wir der Kunst begegnen, etwas Besonderes sind. Die Kunst betrachtet den Menschen als empfindungsfähiges Tier, das oft gerne Freude empfindet, grosszügig ist und Liebe schenkt. Deshalb ist die Kunst so überaus wichtig. 

30. September: Surrenderings and Communions

Der Herbst ist eine Zeit des Wandels und des Aufbruchs. Wir fragen uns ständig: Stehen uns neue Abenteuer bevor? Wie kann unser Leben noch aufregender werden? Begrüsse und erkunde den Jahreszeitenwechsel und die damit verbundenen Gefühle. Mit Musik und Poesie lädt dieser Abend zu neuen Gedanken ein.

7. Oktober: Cats and Totalitarianism

Der amerikanische Journalist John Gunther hat gesagt: «Die Dinge, die Mussolini am meisten hasst, sind Hitler, Aristokraten, Geld, Katzen und das Älterwerden.» Und Hitler wird oft nachgesagt, er habe Katzen verachtet. Auch wenn es dafür keine konkreten Beweise gibt, könnte man mit einer Prise Humor argumentieren, dass die Liebe zu Katzen, Tieren und der Natur eine Liebe zur Demokratie ist, zu einer Welt der Freiheit, zu einer Welt, in der wir leben wollen. 

14. Oktober: Announcing the Age of Receivership

Viele von uns schreiben mehr, als sie lesen. Wir hören weniger zu, als wir sollten. Viele Kunstwerke wurden erschaffen, um uns dazu zu bringen, uns selbst und unseren Instinkten zu vertrauen. Selbst wenn wir mit unserem Urteil falsch liegen, wird uns das natürliche Wachstum unseres Innenlebens nach und nach zu anderen Einsichten verhelfen. Da ist die Kunst zuhause.

21. Oktober: Uncommon Wisdoms

Wir scheinen die alten Wege verlassen zu haben, und doch finden vom Handwerk bis zur Magie die Kräfte der volkstümlichen Kulturen, die Worte unserer Gross- und Urgrosseltern wieder grossen Anklang. Die Kunst spielt eine wichtige Rolle bei der Wiederbelebung von Weisheiten.

28. Oktober: Chaos Magic and the Cosmic Heart

Von Achtsamkeit bis zur Magie: Wir Menschen lieben die Idee von Rettung und Flucht. Wir wissen zwar, dass die Dinge nicht so einfach sind wie sie scheinen, und doch neigen wir zu einfachen Lösungen. Weshalb auch nicht? Wir durchleben schwierige Zeiten und brauchen eine Nacht voller Magie.

4. November: Brightening Our Own Lighting Spot

Erinnern Sie sich an das Gefühl, eine komplexe Theorie verstanden zu haben, und nur eine Sekunde später ist das eben erlangte Verständnis verlorengegangen? Warum muss alles so kompliziert und schwierig sein? Kunst kann jede Lebenstheorie «erhellen». «Erhellen» bedeutet hier, ein Licht zu schaffen, in dem man für eine Sekunde alles versteht.

11. November: The Poetry Hour

Unser Verstand ist durch Medien, Fakten und Informationen ständig einem Meer von Wörtern ausgesetzt. Alle Gefühle, die einen zum Wesentlichen zurückführen und aufrichten, sind rein. Deshalb begrüssen wir eine Rückkehr der Poesie.

18. November: Rivers Jumping over Mountains

Manche Menschen sind Flüsse, und andere sind Berge. Manche sind ständig in Bewegung und lassen sich auf Veränderungen ein, andere wiederum ziehen es vor, einem Felsen zu gleichen, auf den man sich verlassen kann. Kunst und Kunstschaffende zelebrieren – im Gegensatz zu anderen Formen der Welterkenntnis – die Koexistenz aller Dinge, die die Landschaft des Miteinanders bilden.

25. November: The Night of Mixed Feelings

Auch die Launen sollen ihre Nacht haben! Mürrische Liebe, skeptische Blicke, Unbehaglichkeit. Wie oft haben Sie das schon in einem Museum erlebt? Millionen von gemischten Gefühlen haben sich mit der Liebe zur Kunst vermischt. Wer mischt Gefühle und Drinks besser als Kunstschaffende?

2. Dezember: Wars Must Come to an End

Eine Nacht des Friedens. Sei still und ruhig mit einem Gefühl des Friedens, mit der Hoffnung, dass wir ihn für alle Lebenden gewinnen können. Auf der Suche nach einer aufrichtigen und ehrlichen Gemeinschaft können wir Rücksicht auf diejenigen nehmen, die leiden und Einsamkeit fürchten - wir können für sie da sein.

9. Dezember: Releasing All Your Powers

Kunst setzt Kräfte frei und kann helfen, das Bewusstsein und Selbstvertrauen zu stärken. Kunst hilft uns zu verstehen, wer wir sind. Es geht nicht darum, nach Antworten zu forschen, sondern alles zu leben. Leben Sie die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein.

16. Dezember: Every End Brings New Beginnings

Wir lieben Anfänge. Anfänge von Liebe, von Jahreszeiten, von neuem Interesse. Wie die Kunst haben Neuanfänge etwas Magisches. Was auch immer geschieht – meint zumindest die Kunst – das Leben wird seine eigenen Wege finden. Dass diese Wege gut, produktiv und erfolgreich sein mögen, wünschen wir Ihnen mehr, als wir es in Worte fassen können.

25 Jahre Fondation Beyeler


Medienpartner*innen: Radio X, Ron Orp